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Wie erwähnt Ideen und Vorstellungsvermögen sind wohl die wichtigsten Zutaten beim Planen einer Anlage, egal welcher Grösse oder welchen Maßstabs. An die harten Realitäten stösst man früher oder später; eine riesige Großspur_Anlage in einen kleinen Garten zu zwängen geht einfach nicht, selbst wenn man die Geleise noch so verschlungen verlegt.

 

Ausserdem haben die Meisten auch noch andere Verwendungszwecke für den vorhandenen Gesamtplatz, welcher wohl auch von den Familienmitgliedern gerne mitbenutzt wird.

 

Also macht man sich eine Aufstellung von den Sachen die man “unbedingt haben muss”. Dass die Flachlandbahn im koupierten Garten eher ein Wunschtraum ist dürfte auf der Hand liegen. Genau so wie die Gebirgsbahn welche auf topfebenem Platz geplant ist, ausser es sei denn man scheut sich nicht jede Menge  Erde, Steinbrocken und was sonst noch zu “bugsieren”.

 

Dass man das welches man in HO schon mal hatte gleich nochmals baut ist wahrscheinlich auch etwas überzogen und dürfte rasch in grössere Geldsummen gehen. Also Kurzum man passt sich etwas mehr den Gegebenheiten an!

 

Unser Garten fällt von hinten, wo er gegen einen Provinzpark grenzt, nach vorne zur Strasse ab. Und zwar gibt es hinter dem Haus zwei Landschaftsstufen und vor dem Haus drei.

 

Der Übergang zwischen den zwei Stufen hinter dem Haus eignet sich zum Nachbilden einer RhB Bergstrecke. Zugegebenermassen werden die Züge von den Bergen nicht so weit überragt wie beim Vorbild, anderseits besteht dann auch keine Lawinengefahr.

 

 

 

So sieht der typische Geländestufenübergang hinter dem Haus aus.

Die Muot Ausweichstelle wird gerade unter der oberen Reihe Steine sein. Von der linken Seite bis zur Zeder in Mitte Bild.

Die bestehende Steinumrandung des alten Teichs sieht man ganz unten.

 

Ein sicherer Platz zum Abstellen des Rollmaterials war Grundbedingung. Der logischte Ort war in der Garage und da ich nicht viel vom Hin und Her-Tragen von Rollmaterial halte musste der Abstellbahnhof über’s Geleise zugänglich sein.

 

Nachdem ausgerechnet war wo die Anlage ab der Hochständerung auf die feste Erde trifft, stand auch fest wie hoch der Abstellbahnhof über Punkt Null liegen musste.

 

Dass sich der Gleisplan zum Betriebmachen eignen musste ist klar, ausserdem sollte er zumindest in grossen Zügen dem Vorbild entsprechen. Und das es von Punkt A nach Punkt X geht und nicht im Kreis rum war auch ein Wunsch, selbst die Kehrschleifen an den Enden fallen dahin. Zum Einen hat es in der Garage dafür keinen Platz, zum Andern liegt der zweite Endpunkt noch in weiter Ferne so, dass noch viel Zeit zum Überlegen bleibt.

 

Dass aber möglichst früh etwas laufen musste lag auf der Hand, deshalb wurde mit verschiedenen Bauabschnitten gerechnet.

 

Die vorgegebene Kontour des Gartens bestimmte mehr oder weniger welche Stationen entlang der Albula Linie in Frage kommen. Hinter dem Haus werden das Preda, Muot und Bergün sein. Um es gleich vorweg zu nehmen allerdings ohne die Kehrtunnels zwischen Muot und Preda. So viel Erde und Gestein wollte ich einfach nicht verschieben! Zudem wären wohl so viele verschlungene Tunnels auch ein rechtes Problem, erst mal beim Bau und später ganz sicher beim Unterhalt. Man spart sich also die Arbeit und den Ärger, gibt sich mit weniger zufrieden!

 

Das Erreichen des Abstellbahnhofes setzte voraus, dass die gesamten Gleisanlagen ab und mit Preda aufgeständert sein müssen. Das hat aber auch seine Vorteile, sind doch dadurch die Züge schön in Griffnähe. Und dann war da der Umstand dass deshalb die Drehscheibe auch von unten zugänglich sein wird, grosser Vorteil beim Unterhalt!

 

 

 

 

Die Drehscheibe in Preda wird auf der rechten Bildseite sein, etwa mittig zwischen den zwei Zedern.

 

Nach der ersten Stufe wird die Strecke auf der Westseite des Hauses verlaufen. Da neigt sich das Gelände vom Haus weg und ausserdem von Hinten nach Vorne. Also in Ungefähr so wie beim Vorbild in Bergün. Hier wird zwar etwas Erde und Gestein vorschoben werden, aber nur in kleinsten Mengen. Paar Büsche und ein Baum werden aber weichen müssen!

 

 

 

 

Rechts von der Rasenbegrenzung wird der Bahnhof Bergün entstehen. Das Gelände neigt sich nach Rechts und gegen den Kamerastandpunkt.

 

Bergün wird erst mal Endpunkt der Linie sein, denn bis das Oval um den See in Betrieb kommt — das ist so dass man Gäste unterhalten kann — wird es kaum vor das Haus gehen.

 

Bis dahin fristet die Bahn ein geschütztes Dasein im hinteren Garten!